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Höhen, Tiefen und mit dem Latein am Ende…

Nun ist schon wieder Wochenende und wir haben so einiges hinter uns in dieser Woche. Von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt war alles dabei und das ist echt nicht mehr feierlich.

Es gab Tage an denen Chinook überhaupt keine Ambitionen hatte etwas zu tun geschweige denn zu laufen. Frauchen sagt immer:

Ich verstehe es nicht…Jeder Hund wäre froh, wenn er raus kann , laufen kann und die Welt entdecken darf, aber Chinook hat keine Lust.

Ja es stimmt er hat keine Lust und das ist so schlimm, stellenweise, dass er maximal 200 Meter vom Haus weg geht und dann sofort wieder kehrt macht und Heim will. Wir sind hierbei mit unserem Latein am Ende. Wir wissen nicht warum das so ist und warum er nicht mag. An der Abwechslung kann es nicht liegen, weil die bekommt er mehrmals am Tag. Immer eine andere Runde und eine andere Richtung. Er stellt fast immer auf stur, wenn es nicht in die Richtung geht die er gerade im Auge oder Sinn hat. Dann bleibt er stehen und weigert sich weiter zu gehen.

Ich muss dazu sagen, dass wenn jemand dabei ist oder Artgenossen mitlaufen, das nicht der Fall ist. Zumindest nicht so ausgeprägt als wenn er mit uns unterwegs ist. Gehen wir aber genau die Runde die er gerade möchte, dann kann man sich nicht beschweren, denn dann läuft es gut bis sehr gut. Nur denke ich, dass er nicht das Recht hat immer und immer wieder die Strecke vorzugeben. Manchmal endet solch eine Runde nach ein paar hundert Metern und es geht wieder heim. Ich mache vieles und gehe auch viele Kompromisse ein, aber irgendwann ist auch mal Schluss mit lustig und dann beende ich das ganze aber auch.

Was jedoch komisch ist: Wenn wir wieder daheim sind, dann fiept er rum und will wieder raus…

Das sind dann die Tage an denen ich mir die Frage stelle, was kann ich noch machen und was soll ich noch anstellen, dass es besser läuft. Wie sagte eine Hundebesitzerin mal zu mir: der ist schon ein verzogener Hund …ODER…

Recht hat sie, er ist verzogen und hat bei uns ein super Leben. Alleine durch die Epi ist das nun mal so. Wir wollen und können nicht alles auf die leichte Schulter nehmen und schauen lieber einmal öfters nach ihm und sorgen uns sicher mehr als andere Hundebesitzer, aber das können stellenweise nicht alle verstehen. Nur wer es noch nicht erlebt hat , wenn ein Hund einen Anfall hat und man jedes Mal hofft, dass er aus dem Anfall wieder raus kommt und am Leben bleibt, kann es auch nicht nachvollziehen warum wir so reagieren. Es macht die Sache nicht leichter aber es beruhigt sehr.

Seit 2 Tagen ist es auch wieder so, dass er nur an einem dunklen Ort sich aufhält und alles meidet was irgendwie laut ist. Selbst Abends verschwindet er in seine Box und lässt sich kaum noch sehen. Leider ist auch das eine normale Sache geworden. Manchmal sieht man ihn nur ab und zu mal kurz und dann ist er wieder weg. Mir kommt es manchmal so vor, als ob Chinook überhaupt nicht da ist. Was haben wir am Anfang alles gemacht und unternommen und heute muss man Chinook fast raus prügeln, damit er mal etwas macht.

Wie oft habe ich schon gesagt, es ist kein Zughund mehr sondern ein Schubhund. Wie oft läuft er hinter mir und hat keine Ambition zu ziehen, selbst dann nicht wenn er ein Geschirr trägt und vielleicht sogar im Scooter ist. Selbst dann mag er nicht ziehen. Jedoch, wenn ein Hund in der Ferne auftaucht, dann geht es schnell, weil da muss ich mal schauen wer das ist und wenn es nicht schnell genug geht, dann kann Chinook auch mal sehr ungeduldig werden und losziehen. Ja er kann es , aber macht es nur dann wenn er es will.

UND JA, ich weiß, dass er ein Epi Dog ist und wir froh sein sollten dass er noch so gut drauf ist und nicht täglich von Anfällen heimgesucht wird. Das mag alles richtig sein nur daran gewöhnen ist schwer.

Einen wunderschönen Tag hatten wir am Donnerstag. Es war nicht zu warm und die Sonne war noch nicht so intensiv wie angesagt. Somit beschloss ich mich auf den Weg zu machen und mit Chinook eine etwas größere Runde zu drehen. Wohin und wie weit stand nicht im Raum es war nur der Gedanke etwas zu unternehmen und vielleicht auch ein wenig Spaß zu haben. Gesagt getan und schon war alles eingepackt und wir sind los. Kein Ziel , kein vorgeschriebener Weg einfach nur los. Und was soll ich sagen…es klappte besser als erwartet. Obwohl erwartet habe ich grundsätzlich nichts, weil das erzeugt nur Druck und das mag und will ich nicht.

Wir haben vieles gesehen und erlebt. Chinook knurrte das Gras an, obwohl da wohl eher nichts war, und schloss Bekanntschaft mit einem Pferd, welches da alleine auf der Weide stand. Auch einen Aussi haben wir getroffen. Eigentlich mag Chinook diese Rasse nicht sehr gerne, aber den hat er einfach zufriedengelassen. Einen kurzen Plausch mit der Halterin und weiter ging es. Hier die Nase rein und dort noch schauen. Es war super. Als wir dann eine Rast einlegten, war die Frage, welche Runde gehen wir…gehen wir Richtung nach Hause oder laufen wir noch eine Runde weiter…

Chinook war der Meinung, dass wir noch nicht Heim gehen sondern weiter laufen. Okay dachte ich mir, die Gelegenheit nimmst du wahr und gehst mit…

Somit bestand die geringe Chance einen freien Platz an der Luhe zu bekommen. Als wir dann um die Ecke bogen waren wir erstaunt, denn kein Mensch kein Hund und somit haben wir einen freien Weg in die Luhe gehabt. Ein wenig Wasser treten und dann ging es nach einer Ehrenrunde weiter nach Hause.

Daheim angekommen hatten wir knapp 9 km auf der Uhr. Das ist nicht sehr viel, aber für Chinook seit Wochen eine Meisterleistung.

Ansonsten war die restlich Woche durchwachsen und von höhen und Tiefen bestimmt.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen ein schönes Wochenende und bleibt gesund und munter

LG Chinook und Thomas

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